Ironman China: McCormack im Reich der Mitte
Im vergangenen Jahr geriet der Ironman China zur brutalen Hitzeschlacht. Top-Favorit Chris McCormack bekommt es am kommenden Wochenende zwar mit milderen Temperaturen zu tun, muss sich aber eines starken Starterfeldes erwehren.
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Auch wenn zeitgleich am anderen Ende der Welt der Abu Dhabi Triathlon stattfindet, hat es einige Profi-Triathleten nach Asien gezogen, wo im Rahmen des Ironman China gleich beide Ironman-Distanzen – sowohl die 70.3-Distanz, als auch die volle Ironman-Strecke – ausgetragen werden. Der haushohe Favorit auf der Langdistanz ist der Hawaii-Sieger von 2007, Chris McCormack. Der Australier nutzt den frühen Ironman auf Hainan Island als ersten Formtest auf dem Weg zum Saisonhöhepunkt in Kailua-Kona. Denn dort will der Australier unbedingt noch ein zweites Mal gewinnen, bevor er seine Karriere beendet.
Generationentreffen der Deutschen
Aus deutscher Sicht könnte es aber auch ohne realistische Siegchancen ein interessantes Rennen werden: Als Urgestein des Triathlon tritt Lothar Leder an, der als erster Triathlet die Acht-Stunden-Schallmauer auf der Langdistanz durchbrochen hat. Der 28 Jahre alte Markus Fachbach möchte dem 39-jährigen Altmeister die Stirn bieten und sich mit einem Podiumsplatz selbst für eine durchwachsene Saison 2009 mit Ausstiegen bei den Ironman-Rennen in Frankfurt und auf Hawaii entschädigen. Ob es einer der beiden schaffen wird, in die Fußstapfen ihres Landsmannes Olaf Sabatschus zu treten, der die erste Auflage des Ironman China 2008 gewonnen hatte, ist allerdings nicht nur wegen der Startzusage von McCormack fraglich. Auch die weitere internationale Konkurrenz ist stark: Luke McKenzie, der nach Magenproblemen bei Ironman Malaysia im Februar aufgeben musste, rechnet sich Chancen aus. Auch der laufstarke Vierte des letzten Jahres, Joszef Major aus Tschechien, und der Australier Chris McDonald können das Rennen zumindest stark beeinflussen.
Siegchance für Nicole Leder
Bei der dritten Auflage fallen beim Blick auf die Starterliste der Frauen zwei Namen besonders auf: Nicole Leder aus Deutschland und Heather Gollnick aus den USA, die in diesem Jahr schon einen zweiten Platz beim Ironman 70.3 Pucon in der Tasche hat, gehen mit großen Erwartungen an ihre erste Langdistanz der Saison 2010. Wenn Nicole Leder sich auf dem Rad in ähnlich guter Form zeigt wie beim Ironman Frankfurt 2009 und am Ende auch ihre Laufstärke ausspielen kann, dann hat die Darmstädterin realistische Chancen auf den ersten deutschen Ironmansieg 2010.
Die zeitglich ausgetragene 70.3-Distanz wird als reines Age-Grouper-Rennen ohne Preisgeldzahlungen und Clearwater-Qualifikations-Slots für Profis durchgeführt. Trotzdem haben sich mit Belinda Granger aus Australien und dem Österreicher Markus Ressler zwei bekannte Namen für die kürzere Distanz entschieden. Malte Stumbries
Weitere Informationen Website des Ironman China Website der Ironman World Championships
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