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02. November 2009

Marathon: Lisa Hütthaler sorgt für Aufsehen

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Lisa Hütthaler 
Nur wenige Wochen nach Ablauf ihrer Dopingsperre hat sich die ehemalige Triathletin Lisa Hütthaler im internationalen Sportgeschehen zurückgemeldet. Beim New York Marathon wurde sie als 18. beste Österreicherin. Offiziell anerkannt wird ihre Leistung aber nicht.
Hütthaler sei derzeit nicht beim Österreichischen Leichtathletik-Verband (ÖLV) gemeldet, deshalb werde man ihre Zeit von 2:49:33 Stunden nicht in die Bestenliste aufnehmen, stellte ein ÖLV-Sprecher gegenüber der Austria Presse Agentur (APA) klar. Inoffiziell liegt die 26-Jährige, die im April ihren Rücktritt vom Leistungssport erklärt hatte, in der ewigen ÖLV-Bestenliste im Marathon auf Rang 19. Nur drei Österreicherinnen waren in diesem Jahr schneller als sie. Ursprünglich hatte die Niederösterreicherin ihre Mutter Christina über die 42,195 Kilometer durch die Straßen New Yorks begleiten wollen. Diese erreichte das Ziel am Central Park nach 3:58 Stunden.

Status: "Abgemeldet"

Hütthaler ist nach eigenen Angaben derzeit Mitglied beim LCC Wien, einem der größten Laufvereine Österreichs, der sie einer aktuellen ÖLV-Pressemeldung zufolge nach Ablauf ihrer Dopingsperre allerdings nicht wieder beim Verband angemeldet hat. "Ihr Status ist 'abgemeldet' mit 24.10.2008", so ÖLV-Pressereferent Robert Katzenbeisser. Daher gelte für ihre Leistung das Gleiche wie für alle anderen Athleten, die zum Zeitpunkt der Erbringung ihrer Leistung nicht beim ÖLV gemeldet sind. Auch in den Testpools der NADA Austria, der nationalen Anti-Doping-Agentur, tauchen beim Verband abgemeldete Sportler wie Hütthaler nicht auf. Voraussetzung dafür ist die Aufnahme in den Kader des entsprechenden Fachverbands.

Lisa Hütthaler war im März 2008 des EPO-Dopings überführt und später von der Rechtskommission der NADA Austria für insgesamt sechs Jahre gesperrt worden. Durch die sogenannte Kronzeugenregelung, verbunden mit einem umfassenden Geständnis Hütthalers, die sowohl den Dopingmissbrauch als auch die versuchte Bestechung der Mitarbeiterin eines Labors zugab, verkürzte das gleiche Gremium ihre Sperre im April dieses Jahres um 75 Prozent, auf 18 Monate. Damit darf die mehrfache österreichische Staatsmeisterin im Triathlon seit 22. September 2009 wieder an offiziellen nationalen und internationalen Rennen teilnehmen.
Jan Sägert

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