Mein tri-mag.de

Login:
Passwort:
Immer
Passwort?   Registrieren

Suchen

Anzeigen

Ihre Meinung

Wer krönt sich in Budapest zum Triathlon-Weltmeister 2010?
 

Ironman: Wellington siegt mit neuem Rekord

wellington_im_hawaii_2009_bikestart
Chrissie Wellington
Die haushohe Favoritin Chrissie Wellington hat zum dritten Mal in Folge die Ironman World Championship auf Hawaii gewonnen. Die Vorjahresdritte Sandra Wallenhorst aus Hannover kam als beste Deutsche auf den achten Platz.

Auf den letzten Meilen zum Ziel bekam die Chrissie-Wellington-Show zunehmend menschliche Züge. Immer schwerer fielen der Britin ganz offensichtlich die Schritte auf dem glühend heißen Asphalt des Queen Kaahumanu Highway, mehr noch als sonst entlarvte sich ihr Lächeln an den Verpflegungsstellen als Kraftanstrengung. Die dunkelgrauen Regenwolken unter dem Hualalai-Vulkan, die drei Stunden zuvor noch die von so vielen herbeigesehnte Abkühlung versprochen hatten, waren unverrichteter Dinge wieder verschwunden, kein Wind wollte den Schweiß auf der Haut der Athleten kühlen.

Wellingtons Kolleginnen haben längst kapituliert

Dabei ging es für Wellington schon lange nicht mehr um den Sieg, ihren dritten in Folge. Der stand seit Stunden außer Frage, sollte der 32-Jährigen nicht ein noch schlimmeres Missgeschick passieren als im Vorjahr, als sie in der Auffahrt zum Wendepunkt in Hawi eine Reifenpanne nicht aus eigener Kraft beheben konnte. Nach 25 Kilometern hatte sie sich erkundigt, auf welchem Platz sie denn liege - in der Gesamtwertung aller gut 1.800 Teilnehmer. Und der 17 Jahre alte Streckenrekord der achtfachen Siegerin Paula Newby-Fraser von 8:55:28 Stunden wackelte ebenfalls ganz gewaltig.

Vor Wellingtons Dominanz haben ihre Herausforderinnen - wenn man sie überhaupt so nennen kann - längst kapituliert, ohne Gegenwehr ließen schließlich auch die Ironman-Kanada-Siegerin Tereza Macel und die nach dem Schwimmen führende Lucie Zelenkova die Britin nach rund 30 Kilometern auf der Radstrecke ziehen. 40 Kilometer später lag Wellington bereits fast fünf Minuten vor ihren Verfolgerinnen.

Nicht im gewohnten Fluss

Für Sandra Wallenhorst lief schon der Auftakt im 26 Grad warmen Pazifik nicht wie erwartet. Fast 13 Minuten büßte die Hannoveranerin auf den 3,9 Kilometern ein auf Zelenkova, gut acht auf Wellington. Selbst die Schweizerin Natascha Badmann und ihre Erzkonkurrentin Yvonne van Vlerken aus den Niederlanden waren vor ihr aus dem Wasser. Als sich dann nach 60 Kilometern auch noch eins der Gelkissen an ihrem Zeitfahrlenker auflöste und Wallenhorst nur knapp einem Sturz entging, war wohl aller Fluss dahin. Als 23. ging Wallenhorst auf die Laufstrecke, "brutal heiß sei es dort draußen gewesen", erzählte sie später. Immerhin: zwar liegt sie mit ihrer Marathonzeit von 3:09:24 Stunden mehr als 10 Minuten hinter der vom Vorjahr, doch weil es vielen ihrer Konkurrentinnen bei Temperaturen von über 35 Grad noch schlechter ging, reichte es für die Ironman-Europameisterin am Ende doch noch für einen Platz unter den besten Zehn der Welt.

Bei Andrea Steinbecher kamen die Dinge in ihrem Hawaii-Comeback nach einjähriger Verletzungspause erst gar nicht in Fluss. Die Schwimmzeit von knapp einer Stunde war für die bei den europäischen Rennen stets zu den besten Schwimmerinnen gehörende Goslarerin schon ein Dämpfer, völlig enttäuscht war Steinbecher allerdings nach dem Radfahren, wo sie eine volle Stunde auf die spätere Siegerin Wellington einbüßte. Kraftlos und frustriert landete sie nach 10:17:00 Stunden auf dem 38. Gesamtrang. Auch bei Sonja Tajsich, die noch im Juli beim Ironman Austria in einem sensationellen Rennen zum ersten Mal die 9-Stunden-Grenze unterboten hatte, lief es nicht so gut wie erhofft. Die Redakteurin einer Sportzeitschrift und junge Mutter landete nach 9:50:13 Stunden auf dem 15. Platz.

"Eine der härtesten Prüfungen meines Lebens"

Wie hart die Bedingungen trotz - oder gerade wegen - des an diesem Tag fast gänzlich Windes waren, konnte man im Ziel am Pier von Kailua-Kona in den Gesichtern und Bewegungen der besten Triathletinnen der Welt ablesen. So schleppte sich zum Beispiel die Kurzstrecken-Weltmeisterin von 2002, Leanda Cave, mit stocksteifen Beinen als 23. ins Ziel - sie hatte nach dem Schwimmen noch auf Rang 2 gelegen. Die Zweitplatzierte der Challenge Roth im vergangenen Juli, Rebekah Keat aus Australien, musste sich bei ihrem Kampf auf den 5. Platz völlig verausgaben. Und auch Wellington klang kurz nach ihrem Zieleinlauf ungewohnt matt: "Das Rennen war eine der härtesten Prüfungen meines Lebens. Ich musste tief in mich gehen, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Nun bin ich fast ein bisschen beschämt, aber auch unglaublich stolz, dass ich den so lange als Bestzeit für die Ewigkeit geltenden Rekord von Paula Newby-Fraser gebrochen habe." Als das Rennen noch lief, war es Newby-Fraser selbst, die in der Liveübertragung des Internet-Senders der World Triathlon Corporation orakelte, Wellington könne eine Zeit von 8:45 Stunden unterbieten. Wellington brauchte 8:54:02 Stunden und blieb damit gerade 86 Sekunden unter der Uralt-Marke Newby-Frasers. Das wirkte durchaus nicht mehr übermenschlich.
Jens Richter aus Kailua-Kona

Ironman World Championship
3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,2 km Laufen
10. Oktober 2009, Kailua-Kona, Hawaii

1. Chrissie Wellington (GBR) 8:54:02 (54:31-4:52:06-3:03:05)
2. Mirinda Carfrae (AUS) 9:13:59 (58:45-5:14:17-2:56:51)
3. Virginia Berasategui (ESP) 9:15:28 (58:52-5:01:41-3:10:43)
4. Tereza Macel (HUN) 9:23:43 (53:29-5:04:17-3:21:11)
5. Samantha McGlone (CAN) 9:30:28 (58:47-5:16:16-3:11:26)
6. Rachel Joyce USA) 9:32:27 (53:31-5:10:03-3:23:43)
7. Joanna Lawn (NZL) 9:34:45 (57:16-5:19:09-3:13:34)
8. Sandra Wallenhorst (GER) 9:38:28 (1:03:07-5:20:42-3:09:24)
9. Dede Griesbauer (USA) 9:40:59 (55:05-5:10:21-3:30:52)
10. Tyler Stewart (USA) 9:42:14 (1:08:31-5:06:20-3:22:59)

14. Sonja Tajsich (GER) 9:50:13 (1:12:06-5:14:34-3:17:54)
25. Silvia Balbach (GER) 10:04:36 (1:11:03-5:26:22-3:22:14)
29. Monika Lehmann (SUI) 10:05:21 (1:04:59-5:23:19-3:31:02)
30. Mareen Hufe (GER) 10:06:45 (1:06:07-5:17:38-3:37:02)
33. Simone Benz (SUI) 10:10:54 (56:15-5:37:15-3:32:03)
34. Kathrin Paetzold (GER) 10:10:54 (1:03:00-5:29:28-3:32:56)

 

Ironman Hawaii 2009 - Artikelübersicht


Ironman Hawaii 2009 - News & Features
Andreas Raelert: "Vom Treppchen geträumt"
Michael Göhner: "Der Frust sitzt noch tief"
Rekorde: Wellington und Carfrae setzen Maßstäbe
Pressekonferenz: Die Stimmen der Sieger
Ironman Hawaii: Alexander siegt, Raelert Dritter
Ironman: Wellington siegt mit neuem Rekord
"You are an Ironman" - Alle deutschen Finisher
Disqualifikation: Keat verliert fünften Platz
Ironman: Holt Andreas Raelert den Sieg?
Ironman: Faris Al-Sultan geht in Führung
Umfrage: Timo Bracht bei tri-mag-Usern Favorit
Final Countdown: Die Profis auf der Pressekonferenz
Vorschau Männer: Neue deutsche Welle?
Vorschau Frauen: Aufbruchstimmung
Ironman-Lottery: Ihre Chance für 2010
Schrecksekunde für Wallenhorst und Bockel
Sockenstreit: WTC zieht geplantes Verbot zurück
Umfrage: Wellington bei tri-mag-Usern klar vorn
Lance Armstrong: Ironman-Premiere 2011?
Rasmus Henning: Hawaii-Debüt trotz Handbruch
Trainingsausfall: Nicole Leder verzichtet auf Hawaii
Fuß gebrochen: Rutger Beke nicht nach Hawaii
Seniorenboom: 70-Jährige erobern Big Island
Ironman Hawaii: Die Termine bis 2012
Ironman 2009: Das schnellste Magazin der Welt

Ironman Hawaii 2009 - Athleten
"You are an Ironman" - Alle Schweizer Finisher
"You are an Ironman" - Alle Finisher aus Österreich
Hawaii 2009: Alle Starter aus Deutschland A-G
Hawaii 2009: Alle Starter aus Deutschland H-N
Hawaii 2009: Alle Starter aus Deutschland O-Z
Hawaii 2009: Alle Starter aus Österreich
Hawaii 2009: Alle Starter aus der Schweiz und Luxemburg

Ironman Hawaii 2009 - Hintergrund
Aloha-Feeling: Das sollten Sie nicht verpassen
Mike Reilly: „Es ist kein Job, sondern Leidenschaft“
Rückblende 2008: Das Rennen der Männer
Rückblende 2008: Das Rennen der Frauen
Die Strecke: 226 Kilometer kollektive Einsamkeit
Statistik: Sieger, Zeiten und Rekorde
Hawaii-History: Alle Sieger seit 1978
Die Zeiten der schnellsten Agegrouper
Ironman-Geschichte: 1978 - 1982
Ironman-Geschichte: 1983 - 1987
Ironman-Geschichte: 1988 - 1992
Ironman-Geschichte: 1993 - 1997
Ironman-Geschichte: 1998 - 2002
Ironman-Geschichte: 2003 - 2006
Rückblende: Der Ironman 2007
Legenden: Die Besten seit 1978

Ironman Hawaii 2009 - Portrait
Craig Alexander: Der Sieg geht auch 2009 nur über ihn
Eneko Llanos: Kronprinz mit der Chance zum Sieg
Chris McCormack: Mit aller Macht zurück auf den Thron
Ronnie Schildknecht: Das Jahr nach dem Durchbruch
Timo Bracht: Auf dem Weg zum großen Coup
Normann Stadler: Seine Mission - der dritte Sieg
Andreas Raelert: Feuertaufe in der Lavawüste
Mathias Hecht: Auf dem Sprung in die Top 5
Michael Göhner: Mit Rückenwind nach Kailua-Kona
Faris Al-Sultan: Zehn Jahre Ironman Hawaii
Chrissie Wellington: Unbesiegt und unantastbar
Samantha McGlone: Rückkehr nach dem Traumeinstand
Rebekah Keat: Heiße Kandidatin fürs Podium
Sandra Wallenhorst: Mit Rückenwind Richtung Podium
Yvonne van Vlerken: Platz zwei ist der Maßstab
Sonja Tajsich: Im Eiltempo in die TopTen
Andrea Steinbecher: Frieden schließen mit Big Island
Belinda Granger: Ironman-Profi aus ganzem Herzen
Erika Csomor: Endlich Schluss mit vierten Plätzen
Kathrin Paetzold: Schwäbische Kämpfernatur

Archiv
Ironman Hawaii Special 2008

Triathlon-Termine 2010




triathlonTV - aktuell

interview_frodeno

im_wiesbaden_modul_right

im_regensburg_10_modul_right

-> zum triathlonTV-Archiv

triathlon-Fanshop

Shopartikel

Besuchen Sie unseren Fanshop!

© 2009 spomedis GmbH
Home   »  Impressum   »  Werbung   »  RSS-Übersicht   »  Sitemap   »  Kontakt