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Home > AKTUELL > Doping > Bestechungsvorwurf: Hütthaler dementiert
01. August 2008

Bestechungsvorwurf: Hütthaler dementiert

Die Triathletin Lisa Hütthaler, die laut österreichischen Medienberichten versucht haben soll, ein Dopinglabor zu bestechen, um das Ergebnis ihrer B-Probe zu manipulieren, hat sich jetzt auf ihrer Website geäußert. Sie sei über die Anschuldigungen "erschüttert".

Lisa Hütthaler
Lisa Hütthaler

"Die jüngst gegen mich geäußerten Vorwürfe erschüttern mich zutiefst, zumal sie den Höhepunkt einer langen Reihe von Angriffen gegen meine Person darstellen - von denen sich bislang bereits einige als gänzlich unberechtigt erwiesen haben und dennoch immer wieder im Zusammenhang mit mir auftauchen", schreibt Hütthaler auf ihrer Seite. "Heinrich Bölls 'Die verlorene Ehre der Katharina Blum' lebt! Ich möchte an dieser Stelle versichern, dass ich niemals versucht habe, eine Seibersdorf-Mitarbeiterin, Veronika Jordan, mit 20.000 Euro zu bestechen, und bin mir sicher, dass mir dies auch nicht angelastet werden kann", so die Athletin. "Ich selbst werde weiterhin aktiv an der Klärung dieses Falles mitwirken."

NAch Berichten der österreichischen Tageszeitung "Kurier" vom Dienstag habe die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) der österreichischen Bundesregierung im Juni mitgeteilt, dass die des Dopings beschuldigte Hütthaler bei der Öffnung ihrer B-Probe versucht haben soll, eine Labormitarbeiterin zu bestechen, um ein negatives Ergebnis der Probe zu erreichen. Nach Angaben der Zeitung habe es sich bei dem Bestechungsversuch um eine Summe von 20.000 Euro gehandelt. Für Aufsehen hatte Hütthaler bereits im April gesorgt, als sie in einen Radsturz verwickelt war, bei dem sich ihre direkte Konkurrentin um einen Olympiastartplatz, die Titelverteidigerin Kate Allen, schwer verletzte. Einen Monat später wurde eine positive A-Probe aus einer Dopingkontrolle bekannt. Wie der "Kurier" weiter berichtete, sei auch die B-Probe positiv auf das Blutdopingmittel EPO ausgefallen.

Der Österreichische Triathlonverband übt sich unterdessen weiter in Zurückhaltung: "Wir bestätigen ein weiteres Mal, dass dem Verband eine positive Doping A-Probe der Athletin Lisa Hütthaler vorliegt und ebenso, dass die Öffnung der B-Probe von der Athletin beantragt wurde", erklärt ÖTRV-Präsident Walter Zettinig auf der Verbandswebsite. "Alle weiteren bisher gesetzten Verfahrensmaßnahmen, sowie die entsprechenden Ergebnisse dazu, sind Teil des laufenden Verfahrens. Wir bitten um Verständnis, dass es dem ÖTRV auf Grund der gültigen WADA-Regulative, insbesondere Artikel 14 (Vertraulichkeit und Berichterstattung), nicht gestattet ist, Informationen von Verbandsseite im laufenden Verfahren weiterzugeben."
Frank Wechsel

Informationen
Berichte im Kurier vom 29.7.2008

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