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Home > AKTUELL > Doping > Doping: Wollte Hütthaler Labor bestechen?
30. Juli 2008

Doping: Wollte Hütthaler Labor bestechen?

Zehn Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking droht dem Triathlonsport in Österreich ein großer Dopingskandal: Nach Informationen des "Kurier" wollte Lisa Hütthaler das Labor, das ihre B-Probe untersuchte, bestechen. 
Lisa Hütthaler
Lisa Hütthaler

Wie die Tageszeitung "Kurier" heute berichtet, habe die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) der österreichischen Bundesregierung im Juni mitgeteilt, dass Hütthaler bei der Öffnung der B-Probe versucht habe, eine Labormitarbeiterin zu bestechen, um ein negatives Ergebnis der Probe zu bewirken. Nach Angaben der Zeitung habe es sich bei dem Bestechungsversuch um eine Summe von 20.000 Euro gehandelt. Die Staatsanwaltschaft ermittle in diesem Fall, heißt es in der Zeitung.

Hütthaler seit April in den Schlagzeilen

Für Aufsehen hatte Hütthaler bereits im April gesorgt, als sie in einen Radsturz verwickelt war, bei dem sich ihre direkte Konkurrentin um einen Olympiastartplatz, die Titelverteidigerin Kate Allen, schwer verletzte. Eine Untersuchungskommission des Österreichischen Triathlonverbands sah von Sanktionen gegen Hütthaler ab, möglicherweise in dem Wissen um eine positive A-Probe, von der der Verband wenige Tage später ohne Nennung eines Namens berichtete. Da aus dem Hütthaler-Umfeld im gleichen Zeitraum bekannt wurde, man habe die Öffnung einer B-Probe beantragt, wurde der Zusammenhang wahrscheinlich.

Wie der Kurier weiter berichtet, sei auch das Ergebnis der B-Probe positiv ausgefallen. Der Österreichische Verband teilte gegenüber tri-mag.de vor wenigen Wochen mit, dass es keine offizielle Stellungnahme geben werde, bevor das Hearing der Athletin abgeschlossen sei. Auf ihrer Website teilt Lisa Hütthaler lediglich am 5. Mai mit, dass sie an einem Knochenmarksödem laboriere und nur moderat mit wenig Intensität trainieren könne: "Viel Ruhe, keine Wettkämpfe. Damit ist die Olympiaquali für mich abzuschreiben. Gesundheit ist aber das Wichtigste!"

Auf diesen immerhin fast drei Monate alten Eintrag folgt nur noch eine Pressemeldung vom 12. Juli, in der erst heißt: "Zu der momentan auf zahlreichen Websites veröffentlichten Falschmeldung - von wem auch immer sie dieses Mal oder wieder einmal initiiert wurde - möchte ich nur kurz festhalten, dass es kein Hearing gegeben hat und somit keine Entscheidung per 19.7. ansteht."
Frank Wechsel

Informationen
Berichte im Kurier vom 29.7.2008

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