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Home > AKTUELL > Doping > Österreich: Lisa Hütthaler gedopt?
09. Mai 2008

Österreich: Lisa Hütthaler gedopt?

Dem Österreichischen Triathlonverband (ÖTRV) droht drei Monate vor den Olympischen Spielen ein spektakulärer Dopingfall. Wie österreichische Medien am Donnerstagabend berichten, soll es sich dabei um die Österreichische Meisterin Lisa Hütthaler handeln.
© Frank Wechsel / spomedis
Lisa Hütthaler

Nach Informationen der Tiroler Tageszeitung, die die Website tirol.com vorab veröffentlichte, soll eine aktuelle Probe den Verdacht nahelegen, dass die Wienerin mit dem Hormon Erythropoietin (EPO) gedopt hat. ÖTRV-Verbandspräsident Walter Zettinig habe gegenüber der Zeitung bestätigt, dass es ein entsprechendes Verfahren gebe, die Öffnung der B-Probe aber noch ausstehe.

Hütthaler begründet Startverzicht mit Verletzung

Die Athletin selbst teilte am Montag auf ihrer Website mit, dass Sie derzeit an einem "Knochenmarksödem im Knöchelbereich" laboriere und die Olympiaqualifikation daher abgeschrieben habe. Schlagzeilen hatte die Wienerin schon vor fünf Wochen gemacht, als sie in einen schweren Radsturz mit ihrer direkten Konkurrentin um die Olympiaqualifikation, der Olympiasiegerin Kate Allen, verwickelt war. Eine Untersuchungskommission des Österreichischen Triathlonverbandes hatte sich am vergangenen Samstag gegen Sanktionen für Hütthaler entschieden, da die Schuldfrage aus dem vorliegenden Beweismaterial nicht eindeutig zu klären gewesen sei. Ob das Gremium zu diesem Zeitpunkt schon von den neuen Vorwürfen gegen Hütthaler wusste, ist nicht bekannt.

Steile Karriere vor dem Ende?

Lisa Hütthaler war im vergangenen Jahr in Abwesenheit der besten Österreicherinnen Kate Allen und Eva Dollinger in ihrer Heimatstadt Wien Österreichische Staatsmeisterin geworden. Für Aufsehen sorgte sie wenig später auch, als sie mitten aus dem Kurzstreckentraining heraus beim Ironman Austria in Klagenfurt mit großem Vorsprung als Erste vom Rad stieg, später beim Laufen aber aufgeben musste.

Bei den ersten Weltcuprennen des Jahres 2008 in Mooloolaba (Australien), New Plymouth (Neuseeland) und Ishigaki (Japan) erreichte Hütthaler mit den Plätzen 16, 19 und 10 die besten Ergebnisse ihrer Karriere, deren vorläufiges Highlight die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 in Peking werden sollte. Nach dem aktuellen Ranking hat Österreich bei den Damen nur zwei Startplätze, um die sich vor allem Titelverteidigerin Kate Allen sowie die im Weltcup etablierten Eva Dollinger und Tania Haiböck bewerben. Sollte sich der Verdacht gegen Hütthaler bestätigen, droht ihr eine zweijährige Sperre.
Frank Wechsel

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