Vuckovic gewinnt Ironman Florida
| |
Mit einem deutschen Doppelsieg endete am Samstag das erste Ironmanrennen nach den World Championships auf Hawaii. Der Reutlinger Stephan Vuckovic siegte bei den Männern, Nina Kraft holte den Titel bei den Frauen. |
Stephan Vuckovic
|
Der Reutlinger Stephan Vuckovic holte sich in Panama City Beach seinen ersten Ironmantitel und verbesserte dabei den Streckenrekord aus dem Jahr 2001 um exakt eine Sekunde auf 8:21:29 Stunden. Sergio Marques aus Portugal lief in 2:46 Stunden den mit Abstand schnellsten Marathon und wurde vor dem Neuseeländer Bryan Rhodes Zweiter. Die Braunschweigerin Nina Kraft siegte bei den Frauen in 9:05:35 Stunden mit gut zwei Minuten vor der überraschend starken Niederländerin Heleen Bij de Vaate. Die vierfache Siegerin Bella Comerford wurde nur Vierte.
Fachbach greift an
Mehr als 2.000 Agegrouper und etwa 100 Profiathleten eröffneten am Morgen die Ironmansaison 2007/2008. Den ersten Teil des Rennens dominierten wenig überraschend die Schwimmspezialisten Chris Hauth (USA) und Bryan Rhodes (NZL). Kiwi Rhodes wechselte als Erster aufs Rad - wenige Meter dahinter dann der ehemalige US-Olympiaschwimmer Hauth. Kaum 90 Sekunden vergingen bis Stephan Vuckovic die Verfolgung der beiden aufnehmen konnte. Im weiteren Rennverlauf fand sich dann eine sechsköpfige Spitzengruppe, aus der Markus Fachbach schon bei Kilometer 20 einen Angriff wagte. Die energische Attacke brachte dem 25-Jährigen, der insgesamt fast 150 Kilometer an der Spitze fuhr, zwischenzeitlich bis zu viereinhalb Minuten Vorsprung, in die zweite Wechselzone rollte die Kopfgruppe dann aber doch vereint. Während Vuckovic gleich auf den ersten Marathonkilometern ein hohes Tempo anschlug, musste Fachbach seinem Parforceritt auf dem Rad nach 27 Laufkilometern Tribut zollen. "Meine Beine waren total verkrampft und kraftlos", so Fachbach gegenüber tri-mag.de. Eine Marathonzeit von 3:46 Stunden und Gesamtrang 52 stand für den mutigen aber dieses Mal noch erfolglosen Lahnsteiner im Ziel zu Buche.
Vuckovic in Feierlaune
Vuckovic, im Mai bereits Dritter des Ironman Lanzarote, wehrte sich dagegen tapfer. Der Portugiese Sergio Marques war auf der Marathonstrecke unglaublich schnell unterwegs und kam dem Reutlinger zeitweise gefährlich nah. Letztlich reichte, trotzt Magenbeschwerden im letzten Drittel des Rennens, die Energie des Olympia-Zweiten von Sydney, der sich zurecht auf der Zielgerade feiern ließ und dabei fast noch den Streckenrekord des Briten Spencer Smith aufs Spiel gesetzt hätte. Eine winzige Sekunde "rettete" der 35-Jährige dann doch noch über den Zielstrich und feierte damit seinen größten Erfolg auf der Langdistanz seit dem zweiten Platz beim Ironman Kanada 2005. Zweitbester Deutscher war der 27-jährige Sebastian Löhnert (SC Riederau), der in 8:48:22 Stunden als schnellster Agegrouper einige Profis hinter sich ließ und dafür mit Gesamtplatz 15 belohnt wurde.
Jan Sägert
Ironman Florida
3. November 2007, Panama City Beach (USA)
3,8 - 180 - 42,195 Kilometer
Frauen
1. Nina Kraft (GER) 9:05:35
2. Heleen Bij de Vaate (NED) 9:07:40
3. Tyler Stewart (USA) 9:09:18
4. Bella Comerford (GBR) 9:13:34
5. Tamara Kozulina (UKR) 9:20:10
6. Katja Schumacher (GER) 9:22:21
7. Sara Gross (CAN) 9:24:41
8. Gabriela Loskotova (CZE) 9:27:44
9. Stephanie Jones (USA) 9:34:31
10. Paolina Allan (CAN) 9:36:18
.
15. Sarah Lorenz (GER) 9:48:47
18. Katja Rabe (GER) 9:58:09
22. Kathrin Egger (GER) 10:06:58
Männer
1. Stephan Vuckovic (GER) 8:21:29
2. Sergio Marques (POR) 8:23:49
3. Bryan Rhodes (NZL) 8:26:52
4. Stephen Bayliss (GBR) 8:30:59
5. Massimo Cigana (ITA) 8:31:26
6. Christophe Bastie (FRA) 8:32:41
7. Stijn Demeulemeester (BEL) 8:33:05
8. Justin Granger (AUS) 8:38:23
9. Chris Hauth (USA) 8:38:36
10. Justin Daerr (USA) 8:40:25
.
15. Sebastian Löhnert (SC Riederau) 8:48:22
21. Daniel Niederreiter (AUT) 8:51:31
30. Michel Kraeuchi (SUI) 9:00:25
31. Philipp Lorenz (GER) 9:02:36
32. Christoph Löffler (AUT) 9:03:40
33. Roland Gallhammer (AUT) 9:03:56
38. Martin Wimmer (AUT) 9:07:33
40. Thorsten Eckert (GER) 9:07:49
41. Falk Hohmann (GER) 9:09:17
44. Andre Schwaninger (SUI) 9:10:53
52. Markus Fachbach (GER) 9:16:24
54. Gernot Seidl (AUT) 9:18:36
Informationen
Veranstalterwebsite
 |