Anti-Doping: Biologischer Pass für Profis
Die International Triathlon Union (ITU) geht im Kampf gegen Doping den nächsten Schritt: Athleten, die bei Rennen des Weltverbands starten wollen, dürfen dies in Zukunft nur noch mit einem ITU-eigenen Biologischen Pass.
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Mithilfe des Biologischen Athleten-Passes, der von der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) entwickelt und bereits Ende vergangenen Jahres für den Kampf gegen Doping zugelassen wurde, können Manipulationen auch auf indirektem Weg nachgewiesen werden und nicht mehr nur über den direkten Nachweis verbotener Substanzen in Urin oder Blut.
Die ganze Karriere unter Beobachtung
Das Verfahren ist eigentlich ganz einfach: Verschiedene biologische Werte eines jeden Sportlers werden langfristig in seinem Pass dokumentiert - und ihre Entwicklung über Jahre genau verfolgt. "Wenn wir die Werte eines Athleten während seiner gesamten Karriere überwachen, kann er Manipulationen nur noch schwer vertuschen", erklärt die WADA die Vorteile dieses Systems.
"Wir freuen uns, dass die ITU im Kampf gegen Doping nun einen Schritt weitergeht", so Marisol Casado, ITU-Präsidentin und Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee (IOC). "Ich bin mir sicher, dass dieses neue Programm dazu beitragen wird, den Triathlonsport und seine Athleten sauber und gesund zu halten und Doping im Sport auszurotten."
Kriminaltechnischer Denkansatz
Auch WADA-Generalsekretär David Howman begrüßt die Entscheidung des Triathlon-Weltverbands, mit der Einführung eines Athleten-Passes ein langfristiges Anti-Doping-Programm in Gang zu setzen: "Der Pass ist eine mächtige Waffe im Kampf gegen Doping. Kombiniert mit anderen Strategien, wird er es denjenigen, die es riskieren zu manipulieren, sehr schwer machen. Wir wissen längst, dass der Effekt mancher Substanzen noch viel länger im Körper nachzuweisen ist, als die Substanzen selbst. Dank solcher Pässe können wir nun fast arbeiten wie Kriminaltechniker." Sina Horsthemke
Weitere Informationen Website der ITU Website der WADA
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