Silverman Triathlon: Atemberaubend hart
Größer können Kontraste kaum sein. Während in den Casinos von Las Vegas die Dollars verzockt werden, lassen sich unweit des irrealen Spielerparadieses fast 1.000 Triathleten am Sonntag auf ein Wüstenabenteuer der besonderen Art ein.
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Nach einem gescheiterten Selbstversuch adelte der sechsfache Sieger des Ironman Hawaii, Dave Scott, das Rennen in Henderson vor fünf Jahren zum "härtesten der Welt" - und diesem Prädikat macht der Silverman Triathlon zum Leidwesen der Athleten seitdem alle Ehre. Nicht einmal 300 Mutige mussten bei der Premiere 2005 "nur" mit dem unvergleichlichen Streckenprofil - der Radkurs soll auch heute noch unglaubliche 3.600 Höhenmeter aufweisen - klarkommen. In den Jahren danach erwies sich zunehmend das außergewöhnlich wechselhafte Wetter in der Wüste von Nevada zum großen Prüfstein.
Back for good
"Ich habe in jeder Sekunde des Rennens gefroren", erinnert sich ein junger Kanadier zwei Tage vor der fünften Auflage an seinen zweiten Silverman im vergangenen Jahr, als es zeitweise in Strömen regnete und die Temperaturen im Laufe des Tages unter die 10-Grad-Marke fielen. Er ist dennoch nach Henderson zurückgekehrt, um am Sonntag mit Startnummer 183 und gemeinsam mit rund 220 Gleichgesinnten die 226 Kilometer lange Tortur - größtenteils durch eine bizarre, atemraubende Wüstenlandschaft - zum dritten Mal zu bestehen. Allerdings bei deutlich angenehmeren Bedingungen, so man der Wettervorhersage Glauben schenken möchte. Diese verspricht für den Renntag rund 20 Grad Celsius und kaum Wind.
Verpflegung "made in USA"
Knapp 700 Athleten begnügen sich mit dem nicht weniger anspruchsvollen Half Silverman. Der Hawaiisieger von 2007, Chris McCormack, der 2008 über diese Distanz gewann, kam damals auf der Radstrecke nicht über ein Stundenmittel von 34 Kilometern hinaus. Ein weiteres Indiz dafür, dass Renndirektor und Silverman-Gründer Frank Lowery für seine Athleten ein echtes Abenteuer, eine wirkliche Herausforderung, erschaffen hat. Beispiellos wird auch die Betreuung an der Strecke sein - rund 2.000 freiwillige Helfer kümmern sich vom Startschuss um 7 Uhr am Lake Mead bis zum Zielschluss um Mitternacht vor dem Henderson Multigenerational Center um das leibliche Wohl der Sportler. Sogar Donuts sollen an einer der vielen Verpflegungsstellen auf der Marathonstrecke gereicht werden.
"Dein härtester Gegner wirst du selbst sein", verspricht das Race-Booklet anlässlich des 5. Silverman Triathlon. Alle Athleten, die sich das Streckenprofil genau angeschaut haben, dürften daran kaum Zweifel haben.  Jan Sägert aus Las Vegas
Bildergalerie Der Countdown läuft
Weitere Informationen Website Silverman Triathlon
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