Doping: Dimitry Gaag für zwei Jahre gesperrt
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Dimitry Gaag war beim Weltcuprennen in Des Moines (USA) mit EPO gedopt. Heute gab die International Triathlon Union (ITU) eine 2-Jahre-Sperre des Kasachen bekannt. Schon bei den Olympischen Spielen war Gaag provisorisch gesperrt. |
Dimitry Gaag
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Nach der Analyse seiner beim hochdotierten Weltcuprennen in Des Moines (USA) am 20. Juni 2008 genommenen A-Probe stand Gaag unter dem Verdacht, mit dem Hormon EPO gedopt zu haben, das eine Mehrproduktion der roten Blutkörperchen und damit eine verbesserte Sauerstofftransportkapazität des Bluts bewirkt. Gaag nahm von seinem Recht auf Öffnung der B-Probe Gebrauch, wurde von der ITU aber provisorisch suspendiert und ohne weitere Begründung von der Startliste für die Olympischen Spiele in Peking gestrichten.
Nach Informationen von tri-mag.de hat der kasachische Triathlonverband erfolglos versucht, bei der International Triathlon Union den Start Gaags in Peking durchzusetzen und das Ergebnis der A-Probe erst nach den Olympischen Spielen zu veröffentlichen. Ausgerechnet am olympischen Wettkampftag, dem 19. August 2008, erhielt die ITU laut einer heutigen Pressemitteilung auch das Ergebnis der B-Probe, die ebenfalls rekombinantes EPO aufwies. Der Verband sperrte den Kasachen nun rückwirkend ab dem 20. Juni für zwei Jahre.
Der Weltmeister von 1999 und Viertplatzierte der Olympiapremiere im Triathlon in Sydney 2000 war seinerzeit einer der dominierenden Triathleten auf der olympischen Distanz. Seit seinem Sieg bei den Asian Games in Doha 2006 allerdings war vom 37-jährigen Altmeister, dessen Karriere mit der 2-Jahres-Sperre nun wohl beendet ist, nicht viel zu sehen im internationalen Weltcupzirkus. In diesem Jahr gelangen Gaag dann zwei Top-10-Platzierungen in New Plymouth und Ishigaki, im ungarischen Tiszaujvaros schaffte er es als Dritter sogar auf das Podium.
Alle Ergebnisse des Kasachen seit dem 20. Juni 2008 werden nun aus den Ergebnislisten gestrichen, die betroffenen Athleten erhalten nachträglich ein höheres Preisgeld ausgezahlt.
Nis Sienknecht und Frank Wechsel
Informationen
Website der International Triathlon Union
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